Alle Autos benötigen zum Anlassen einen Anlasser. Der Anlasser treibt den Motor an, damit der Kraftstoff verbrennen und Strom erzeugen kann. Ohne Anlasser bewegt sich der Motor nicht. Sowohl Diesel- als auch Benzinmotoren verwenden Anlasser, allerdings auf unterschiedliche Weise.
Dieser Unterschied ergibt sich aus der Art und Weise, wie jeder Motor den Kraftstoff zündet und verbrennt. In Dieselmotoren wird die Verbrennung durch extreme Kompression ausgelöst. Bei Ottomotoren wird die Verbrennung durch eine Zündkerze ausgelöst. Folglich müssen die Anlasser mehrere Aufgaben erfüllen.
Wie Startermotoren funktionieren
Ein Anlasser ist ein Motor, der von der Batterie aufgeladen wird und den Motor in Gang setzt. Wenn Sie den Schlüssel drehen oder den Startknopf drücken, versorgt die Batterie den Anlasser mit Strom. Mit dieser Energie wird dann die Kurbelwelle gedreht, die die Kolben im Motor antreibt.
Diese Bewegung löst die Verbrennung aus. Wenn der Motor zu arbeiten beginnt, wird der Anlasser abgeschaltet.
Die Grundbestandteile aller Anlasser sind:
- Elektromotor
- Getriebesystem
- Magnetspule
- Die Welle zur Verbindung mit dem Motor
Obwohl diese Teile sowohl in Diesel- als auch in Benzinfahrzeugen verwendet werden, unterscheiden sie sich in ihrer Konstruktion und Festigkeit.
Warum Diesel- und Benzin-Anlasser unterschiedlich sind
Die Hauptursache für diese Unterscheidung ist die Verdichtung. Bei Dieselmotoren ist die Verdichtung wesentlich höher als bei Benzinmotoren. Verdichtung bedeutet, wie stark die Luft in den Zylinder gepresst wird.
In einem Ottomotor vermischt sich der Kraftstoff zunächst mit Luft. Dann verdichtet der Kolben das Gemisch. Eine Zündkerze wirkt als Katalysator und zündet den Kraftstoff.
In einem Dieselmotor wird zunächst die Luft komprimiert. Dann wird der Kraftstoff in die heiße Luft eingespritzt. Die Hitze der Kompression entzündet den Kraftstoff ohne Funken.
Das Verdichtungsverhältnis von Dieselmotoren liegt in der Regel zwischen 14:1 und 25:1, während es bei Benzinmotoren zwischen 8:1 und 12:1 liegt. Dies bedeutet, dass Dieselmotoren mehr Kraft zum Starten benötigen.
Aus diesem Grund müssen Diesel-Startermotoren stärker sein und mehr Drehmoment erzeugen.
Drehmoment vs. Geschwindigkeit
Drehmoment bedeutet Drehkraft. Geschwindigkeit bedeutet, wie schnell sich etwas dreht.
Bei Dieselanlassern steht das Drehmoment im Vordergrund. Sie müssen kräftig drücken, um den Motor gegen die hohe Kompression zu drehen. Ohne ausreichendes Drehmoment wird sich der Motor nicht bewegen.
Bei Benzin-Anlassern kommt es mehr auf die Drehzahl an. Diese Motoren benötigen eine höhere Drehzahl, um den Funken zu erzeugen und die Verbrennung einzuleiten.
Wesentliche Unterschiede:
- Diesel-Starter erzeugen ein hohes Drehmoment, um schwere Widerstände zu bewältigen
- Benzinstarter drehen schneller, um eine höhere Motordrehzahl zu erreichen
- Dieselmotoren laufen mit niedrigeren Drehzahlen, daher ist das Drehmoment wichtiger
- Benzinmotoren brauchen eine schnelle Drehung, um reibungslos zu starten
Dieser Unterschied wirkt sich darauf aus, wie jeder Motor gebaut wird.
Größe und Gewicht
Diesel-Startermotoren sind schwerer und größer. Sie erfordern robuste Materialien, um den Belastungen standzuhalten. Die hohe Verdichtung übt zusätzlichen Druck auf den Motor aus.
Die Anlasser von Benzinmotoren sind leichter und kleiner. Sie haben nicht den gleichen Widerstand beim Anlassen.
Zum Beispiel:
- Bei Dieselanlassern werden dickere Metallteile verwendet.
- Bei Benzinanlassern werden leichtere Teile verwendet.
- Dieselaggregate sind auch schwerer, weil sie schwerer gebaut sind.
Dieser Unterschied wirkt sich auch auf die Kosten und die Größe der Anlage aus.
Langlebigkeit und Stärke
Dieselmotoren sind für schwere Arbeiten konstruiert. Dieselmotoren werden in vielen Maschinen, Bussen und Lastwagen eingesetzt. Die Laufzeit dieser Motoren ist in der Regel sehr lang und die Laufleistung hoch.
Dies bedeutet, dass Diesel-Startermotoren langlebiger sein müssen. Sie haben robustere Getriebe und eine bessere Isolierung.
Benzin-Anlasser bleiben stark, sind aber leichter. Benzinmotoren werden in den meisten Autos verwendet.
Wichtige Punkte:
- Mit jedem Start steigt die Belastung für Diesel-Starter.
- Benzinstarter stehen nicht so stark unter Druck.
- Eine robustere Bauweise sorgt häufig für eine längere Lebensdauer der Dieselmotoren.
Dieser Vorteil ist teurer.
Leistungsanforderungen
Beide Anlassertypen verwenden eine Batterie; Dieselmotoren benötigen jedoch mehr Leistung zum Starten.
Dieselmotoren neigen dazu, viel Batteriestrom zu verbrauchen. Dies hilft dem Anlasser dabei, ein ausreichendes Drehmoment zu erzeugen.
Benzinmotoren benötigen weniger Leistung, weil die Kompression reduziert wird.
Beispiele:
- Dieselstarter ziehen beim Anlassen mehr elektrischen Strom an.
- Benzinstarter verbrauchen weniger Energie.
- Kaltes Wetter belastet die Dieselmotoren stärker.
Dieselmotoren sind bei kaltem Wetter schwieriger zu starten. Die Wärme geht an die Luft im Zylinder verloren, was die Zündung erschwert. Dies belastet den Anlasser zusätzlich.
Lärm und Betrieb
Dieselanlasser sind dafür bekannt, dass sie beim Anlassen viel Lärm erzeugen. Dies ist auf ein höheres Drehmoment und eine stärkere mechanische Wirkung zurückzuführen.
Benzinbetriebene Anlasser sind weniger geräuschvoll. Eine geringere Verdichtung führt zu einer geringeren Belastung und damit zu einem ruhigeren Motor.
Während des Betriebs:
- Dieselmotoren erzeugen mehr Vibrationen.
- Gasmotoren lassen sich leichter starten.
- Das Anlassergeräusch gibt Aufschluss über die Motorkonstruktion und den Kompressionsgrad.
Dieser Unterschied ist bei der täglichen Anwendung zu beobachten.
Anwendung und Anwendungsfälle
Diesel-Anlasser sind in Schwerlastfahrzeugen weit verbreitet. Dazu gehören Lastwagen, Busse, Baumaschinen und Generatoren.
Benzin-Anlasser sind in Personenkraftwagen und leichten Fahrzeugen üblich.
Dies entspricht den Stärken der einzelnen Motortypen.
Dieselmotoren bieten:
- Höhere Drehmomentabgabe
- Bessere Kraftstoffeffizienz
- Längere Lebensdauer des Motors
Benzinmotoren bieten:
- Schnellere Beschleunigung
- Niedrigere Anfangskosten
- Leiserer Betrieb
Anlasser folgen dem gleichen Muster. Jeder passt zu seinem Motor.
Austauschbarkeit
Diesel- und Benzin-Anlasser sind nicht austauschbar. Jeder Motor ist für einen bestimmten Motortyp ausgelegt.
Ein Benzin-Anlasser funktioniert nicht gut in einem Dieselmotor. Er erzeugt nicht genug Drehmoment, um den Motor zu drehen.
Ein Diesel-Anlasser eignet sich möglicherweise auch nicht für einen Benzinmotor. Er kann sich zu langsam drehen, was die Startleistung beeinträchtigt.
Wichtige Punkte:
- Dem Diesel-Starter fehlt die für Benzinmotoren erforderliche Geschwindigkeit
- Benzinstarter haben nicht das für Dieselmotoren erforderliche Drehmoment
- Jedes System muss auf die Motorkonstruktion abgestimmt sein
Die Verwendung eines falschen Anlassers kann den Motor beschädigen oder dazu führen, dass er nicht mehr anspringt.
Kostenunterschiede
Diesel-Anlasser kosten in der Regel mehr. Sie bestehen aus stärkeren Materialien und größeren Bauteilen.
Benzin-Anlasser sind aufgrund ihrer einfacheren Konstruktion kostengünstiger.
Zu den Kostenfaktoren gehören:
- Materialstärke
- Größe und Gewicht
- Belastbarkeit
Auch die Wartungskosten sind unterschiedlich. Bei Dieselsystemen sind häufig kostspieligere Reparaturen erforderlich.
Anschluss des Kraftstoffsystems
Anlasser arbeiten nicht allein. Sie unterstützen das Kraftstoffsystem beim Anlassen.
In Dieselmotoren:
- Bei der Luftkompression wird Kraftstoff eingespritzt.
- Es werden Hochdruck-Einspritzsysteme verwendet.
- Der Anlasser sollte eine ausreichende Drehzahl erreichen, um eine Selbstzündung auszulösen.
Bei Benzinmotoren:
- Luft mischt sich mit Kraftstoff und wird dann komprimiert.
- Die Zündkerzen zünden das Gemisch.
- Der Anlasser muss sich schnell genug drehen, um den Funken auszulösen.
Diese Verbindung zwischen dem Anlasser und dem Kraftstoffsystem bedeutet, dass sie unterschiedlich ausgelegt sind.
Beispiel aus der Praxis
Denken Sie an einen schweren Lkw mit einem Dieselmotor. Der Motor sollte in der Lage sein, schwere Lasten zu transportieren und lange Arbeitszeiten zu überstehen. Der Anlasser muss in der Lage sein, einen Motor mit hoher Verdichtung und hoher Leistung zu drehen. Dazu sind gehärtete Teile und ein hohes Drehmoment erforderlich.
Nehmen Sie nun einen kleinen Automotor mit Benzin. Der Motor springt schnell an. Der Anlasser ist schnell drehend und verbraucht wenig Strom.
Beide Systeme sind in ihren Funktionen wirksam, aber nicht ähnlich.
Schlussfolgerung
Im Folgenden wird ein einfacher Vergleich angestellt:
- Diesel-Anlasser haben ein höheres Drehmoment, sind größer und leistungsfähiger, kosten mehr und benötigen mehr Kraft zum Starten.
- Benzin-Anlasser sind kostengünstiger, kleiner, drehen schneller und benötigen weniger Strom.
Wenn man diese Unterschiede kennt, kann man die richtigen Teile auswählen und das Fahrzeug in gutem Zustand halten.
